Ein lange erwartetes Nerdio-Feature: Ein spürbarer Fortschritt im Image-Prozess

Manchmal sind es kleine Änderungen, die im Alltag einen großen Unterschied machen.
Mit einem aktuellen Update von Nerdio Manager for Enterprise ist genau so eine Funktion hinzugekommen – eine Erweiterung im Image-Erstellungsprozess für Azure Virtual Desktop, die den täglichen Betrieb deutlich vereinfacht.

Neu kann beim Erstellen oder Aktualisieren eines Images entschieden werden, ob Scripted Actions und Applikationen auf der Source Image VM oder auf der Clone VM ausgeführt werden sollen. Was zunächst nach einer Detailverbesserung klingt, hat in der Praxis spürbare Auswirkungen auf Testbarkeit, Flexibilität und Reaktionsfähigkeit.

Release Note
When creating or modifying an image, you now have the option to deploy applications and scripted actions to either the source image or the cloned image.

Warum diese Änderung so hilfreich ist, zeigt ein Blick auf den bisherigen Ablauf.

Bisheriger Image-Ablauf

Der klassische Image-Erstellungsprozess in Nerdio war lange klar definiert:

  • Eine neue Desktop Image VM wird erstellt, basierend auf der Microsoft Image Gallery
  • Von dieser VM wird eine temporäre VM erzeugt
  • Scripted Actions und Applikationen werden auf dieser temporären VM installiert
  • Sysprep wird ausgeführt
  • Das Image wird in der Azure Compute Gallery gespeichert

Das Ergebnis:
Die eigentliche Desktop Image VM blieb immer im Originalzustand der Microsoft Image Gallery.
Alle Anpassungen fanden ausschließlich in der temporären VM statt.

In der Praxis bedeutete das:

  • Die Desktop Image VM war kaum sinnvoll nutzbar
  • Tests mussten über einen separaten Test Host Pool erfolgen
  • Spontane oder dringende Änderungen waren unnötig aufwendig

Die neue Möglichkeit: Anpassungen direkt auf der Source VM

Mit dem neuen Feature lässt sich dieser Ablauf deutlich flexibler gestalten:

  • Eine neue Desktop Image VM wird erstellt, basierend auf der Microsoft Image Gallery
  • Scripted Actions und Applikationen werden direkt auf dieser VM installiert
  • Anschließend wird eine temporäre VM erstellt
  • Sysprep wird ausgeführt
  • Das Image wird in der Azure Compute Gallery gespeichert

Der entscheidende Unterschied:
Die Desktop Image VM entspricht nun dem tatsächlichen Stand der Azure Compute Gallery – also genau dem Image, das später auch produktiv eingesetzt wird.

Was sich dadurch im Alltag verbessert

Diese neue Option bringt mehrere sehr praxisnahe Vorteile:

✅ Einfachere Tests

Die Desktop Image VM kann direkt gestartet und geprüft werden, ohne zwingend einen separaten Test Host Pool zu benötigen.

✅ Konsistenz zwischen Source und Image

Source VM und finales Image sind identisch. Das reduziert Überraschungen und vereinfacht Troubleshooting.

✅ Schnellere Reaktion bei Notfällen

Gerade bei dringenden Änderungen ist der neue Ablauf ein großer Gewinn:

  • Desktop Image VM starten
  • Anpassung durchführen
  • Neues Image erstellen

Der Image-Erstellungsprozess selbst kann danach in Ruhe angepasst oder optimiert werden.

✅ Mehr Flexibilität im Betrieb

Ob geplante Änderungen oder ungeplante Situationen – der neue Ansatz passt deutlich besser zu realen Betriebsanforderungen in Enterprise-Umgebungen.

Fazit

Mit dieser Erweiterung wird der Image-Erstellungsprozess in Nerdio Manager for Enterprise spürbar praxisnäher.
Die Möglichkeit, Anpassungen direkt auf der Source Image VM vorzunehmen, vereinfacht Tests, erhöht die Flexibilität und erleichtert insbesondere kurzfristige Änderungen.

Für mich persönlich ist das eine sehr willkommene Verbesserung, die den täglichen Umgang mit AVD-Images deutlich angenehmer macht.